Alles im grünen Bereich

Wir haben in der Schweiz schon in den 1970er-Jahren mit der Wiederverwertung von Altglas begonnen. Der bewusste Umgang mit Rohstoffen ist ein wesentlicher Baustein der ökologischen Nachhaltigkeit.

Glas ist ein natürlicher Stoff und zu 100 Prozent wiederverwertbar, ohne dass er an Qualität einbüsst. Glas steht für die Vision einer nachhaltigen Verpackung – für gesundheits- und umweltbewusste Konsumentinnen und Konsumenten immer die erste Wahl.

Recycling verbessert die Umweltbilanz

Recycling ist ökologisch wie ökonomisch die richtige Entscheidung. Die Wiederverwendung von Altglas hat die Umweltbilanz der Glasproduktion innerhalb weniger Jahrzehnte enorm verbessert: In den letzten 25 Jahren senkte die europäische Verpackungsglas-Industrie mit Recycling und technologischen Innovationen die CO2-Emissionen und Abfallbelastung um 75 Prozent. Für die Herstellung von Weiss- und Braunglas können wir bis zu 60 Prozent, für neues Grünglas sogar bis zu 100 Prozent Altglas verwenden. Entscheidend ist die Qualität des Sammelguts und seine Aufbereitung.

Wir schaffen mit der Herstellung von Glasverpackungen Mehrwert auf allen drei Ebenen der Nachhaltigkeit: Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.

Nachhaltige Entwicklung

Unser Ziel ist es, nachhaltige Produktionsweisen in der Glasherstellung beständig zu verbessern. Wir arbeiten daran, den Materialeinsatz zu verringern und den Energieverbrauch bei der Herstellung und beim Transport zu senken.

Gesamtenergieverbrauch in GWh

Die Herstellung von Glas erfordert viel Energie. 83 Prozent davon deckt Erdgas.

Mischverhältnis Rohstoffe mit Scherbenanteil

Der Altglasanteil bezieht sich auf die gesamte Vetropack-Gruppe. In einzelnen Werken macht der Anteil bis zu 85 Prozent aus.

Treibhausgasemissionen nach Quelle

Wärmeenergie für die Schmelzwannen macht mehr als 60 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der Produktion aus.

Wir übernehmen Verantwortung für die Umwelt: Den ökologischen Fussabdruck verbessern

Vier Faktoren bestimmen massgeblich den Carbon Footprint einer Glasverpackung: die für die Produktion benötigte Energie, die Menge des eingesetzten Altglases, die Transportdistanz zum Abfüller und die Wahl des Transportmittels. 

Für die Glasproduktion sind hohe Temperaturen von rund 1’600 Grad Celsius erforderlich. Die Herausforderung besteht darin, die Energieeffizienz des Schmelzvorgangs zu erhöhen. Maschinen der neuesten Generation wärmen das Rohstoffgemenge vor und verbrauchen so weniger Energie für die Schmelze selbst. Gleichzeitig kann auch die Abwärme der Schmelzwannen besser genutzt werden, beispielsweise als Fernwärmequelle für umliegende Gebäude. 

Leichtglastechnologie und kurze Transportwege 

Leichtglastechnologien, mit denen dünnwandige Glasbehälter bei gleicher Stabilität und Festigkeit produziert werden können, tragen zu einer deutlichen Reduktion des CO2-Fussabdrucks einer Glasverpackung bei. Die Einsparungen durch Gewichtsreduktionen können bei gängigen Glasflaschen zwischen 12 und 17 Prozent der CO2-Emissionen liegen. Wird eine Flasche zudem regional vertrieben und mit der Bahn transportiert, verbessert sich ihre Energiebilanz noch einmal.